Jedes Jahr am 5. Mai machen Menschen in ganz Europa auf die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung aufmerksam – mit Aktionen, Demonstrationen und klaren Botschaften. Das diesjährige Motto könnte aktueller kaum sein: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“

Was ist der Europäische Protesttag?

Seit 1992 ist der 5. Mai der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Er erinnert daran, dass Barrierefreiheit und Teilhabe keine Geschenke sind, sondern Rechte – festgeschrieben unter anderem in der UN-Behindertenrechtskonvention. Bundesweit fanden auch in diesem Jahr wieder hunderte Aktionen statt, in Berlin zog die zentrale Demonstration zum Brandenburger Tor.

Warum das Motto in diesem Jahr besonders trifft

„Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ – dieser Satz fällt in eine Zeit, in der offen über Einsparungen bei der Eingliederungshilfe diskutiert wird. Wenn Unterstützungsleistungen zur Haushaltsfrage erklärt werden, wird aus einem Recht schnell ein Bittstellerthema. Genau dagegen richtet sich der Protest: Teilhabe darf nicht davon abhängen, wie viel Geld gerade in den kommunalen Kassen ist.

Sichtbarkeit wirkt – auch nach dem 5. Mai

Protesttage sind wichtig, aber Gleichstellung entscheidet sich im Alltag: im Amt, im Betrieb, in der Bahn, im Verein. Jede*r kann dazu beitragen – indem Barrieren benannt, Rechte eingefordert und Betroffene gefragt statt übergangen werden. Und wer politisch etwas bewegen will, findet das ganze Jahr über Möglichkeiten: Petitionen, Verbände, lokale Aktionsbündnisse.

Unsere Haltung

Für uns bei Care4You ist der 5. Mai kein Einzeltermin, sondern Programm: Selbstbestimmung ist der Kern unserer Arbeit – an 365 Tagen im Jahr. Wie wir uns konkret engagieren, lesen Sie regelmäßig hier im Newsroom, zum Beispiel bei unserer Unterstützung der Petition zum Erhalt der Eingliederungshilfe.

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